Giftige Pflanzen für Kaninchen, Meerschweinchen & Nager

Graues Kaninchen frisst Gras auf einer WieseFoto: Paul Korecky, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Haltungswissen2 Min. LesezeitAktualisiert am von der Redaktion

Kaninchen und Meerschweinchen fressen in der Natur viele verschiedene Pflanzen – meiden giftige aber instinktiv nicht immer zuverlässig. Gerade Heimtiere, die mit Futter aus der Hand aufwachsen, probieren manchmal Dinge, die ihnen schaden. Deshalb solltest du wissen, welche Pflanzen im Garten, auf der Wiese und in der Wohnung gefährlich sind. Diese Übersicht ersetzt keine tierärztliche Beratung, hilft dir aber, Risiken zu erkennen.

Im Notfall sofort zur Tierarztpraxis

Hast du den Verdacht, dass dein Tier etwas Giftiges gefressen hat, warte nicht ab. Fahre umgehend in die Tierarztpraxis oder zum Notdienst und nimm, wenn möglich, eine Probe der Pflanze mit. Kleintiere können sich nicht erbrechen – Gifte bleiben im Verdauungstrakt.

Giftige Gartenpflanzen und Sträucher

PflanzeHinweis
EibeHochgiftig, schon kleine Mengen gefährlich
Thuja (Lebensbaum)Giftig, häufig als Hecke
KirschlorbeerGiftig, Blätter und Samen
GoldregenHochgiftig
OleanderHochgiftig
Rhododendron, AzaleeGiftig
EfeuGiftig
BuchsbaumGiftig
FingerhutHochgiftig
EisenhutHochgiftig
MaiglöckchenHochgiftig
Tulpen, Narzissen, Hyazinthen (Zwiebeln und Pflanze)Giftig
Lupinen, GinsterGiftig
LigusterGiftig

Gefährliche Wiesen- und Wildpflanzen

Beim Sammeln von Wiesenfutter solltest du diese Pflanzen sicher erkennen und meiden:

  • Hahnenfuß (frisch giftig, getrocknet im Heu weitgehend unbedenklich)
  • Herbstzeitlose – hochgiftig, auch getrocknet im Heu
  • Jakobskreuzkraut und andere Greiskräuter – giftig, auch getrocknet
  • Schierling (Gefleckter Schierling, Wasserschierling, Hundspetersilie)
  • Adlerfarn und andere Farne
  • Tollkirsche, Bilsenkraut, Stechapfel
  • Schöllkraut
  • Wolfsmilch-Arten
Sicher sammeln

Sammle nur Pflanzen, die du zu hundert Prozent sicher bestimmen kannst. Meide Straßenränder, stark begangene Wegränder und gedüngte oder gespritzte Felder. Eine Pflanzenbestimmungs-App oder ein Bestimmungsbuch hilft beim Lernen.

Giftige Zimmerpflanzen

Bei Freilauf in der Wohnung geraten auch Zimmerpflanzen in Reichweite:

  • Dieffenbachie
  • Einblatt (Spathiphyllum)
  • Efeutute
  • Weihnachtsstern
  • Gummibaum und Birkenfeige (Ficus)
  • Alpenveilchen
  • Amaryllis
  • Aloe vera
  • Clivie
  • Monstera

Am sichersten ist es, Zimmerpflanzen grundsätzlich außer Reichweite zu stellen.

Schwarz-weißes Kaninchen frisst Gras auf einer Wiese
Foto: Paul Korecky, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Lebensmittel, die nicht in den Napf gehören

  • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch
  • Avocado
  • Rohe Kartoffeln, grüne Kartoffelteile, Tomatengrün
  • Rohe Bohnen und Hülsenfrüchte
  • Rhabarber
  • Schokolade, Süßigkeiten, Gebäck
  • Steinobstkerne (enthalten Blausäure-Verbindungen)

Anzeichen einer Vergiftung

  • Appetitlosigkeit, Fressstopp
  • Durchfall oder fehlender Kot
  • Speicheln, Zittern, Krämpfe
  • Apathie, Taumeln, Lähmungen
  • Atemnot, blasse Schleimhäute

Häufige Fragen

Ist Hahnenfuß im Heu gefährlich?

Frischer Hahnenfuß ist giftig. Beim Trocknen wird der Giftstoff weitgehend abgebaut, sodass geringe Mengen im Heu in der Regel unbedenklich sind. Frischer Hahnenfuß sollte aber nicht verfüttert werden.

Darf ich Zweige aus dem Garten verfüttern?

Ja, von ungespritzten Obstbäumen wie Apfel und Birne sowie von Haselnuss, Weide oder Brombeere. Zweige von Steinobst (Kirsche, Pflaume) besser meiden, Thuja, Eibe und Kirschlorbeer sind tabu.

Sind Kleintiere sicher, wenn sie nur im Gehege leben?

Auch im Gehege können Gefahren lauern – etwa durch eingewehte Blätter, Pflanzen am Gehegerand oder falsch gesammeltes Grünfutter. Kontrolliere Gehegeumgebung und Futter regelmäßig.

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